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ROTATIONFLUGKOERPER |
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23. November 2008: Erstflug eines in
allen Ebenen steuerbaren Rotations-Flaechenflugkoerpers (ROTO-VECTOR-WING)
mit 3D-Zugvektorsteuerung. Was fuer ein komplizierter Anspruch - Bau eines Rotationsflugkoerpers, der ohne stabilisierende 'Hilfselektronik' in allen Ebenen steuerbar ist. Ausgangspunkt waren Ueberlegungen, einen vertikalen Rotationsfluegel mit 2 drehmomentneutralen BL-Antrieben zu versehen und über eine -von der Rotationsachse entkoppelte - 3D-Zugvektorsteuerung in allen Ebenen zu steuern: |
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Die Flugerprobung dieses 6-Flueglers zeigte recht bald, das die Komponenten (folienkaschierte Schaumfluegel, leichteste Micro-Servos mit Kunststoffgetriebe) den Belastungen nicht standhielten: Die Labilität der Einzelteile fuehrte zu unerwuenschtem 'Aufschaukeln' und zu Bruchrissen. Ausserdem quittierten die Micro-Servos der 3D-Zugvektorsteuerung mit ihrem Plastikgetriebe ihren Dienst, sobald haerterer Bodenkontakt stattfand. Wegen der mit dem 'Aufschaukeln' verbundenen Unwuchten war ein stabiler und in allen Ebenen steuerbarer Schwebeflug nur ansatzweise und nur fuer kurze Zeit moeglich. Als Hauptdefizit dieser Konstruktion erwies sich jedoch die in der Rotationsmittenachse angebrachte rumpfaehnliche Aufhaengung fuer die 3D-Zugvektorsteuerung. Eine praezise Ausrichtung war fast unmoeglich, da der hierfuer erforderliche entsprechende Zug des BL-Motors zugleich unerwuenschte Nebensteuerungseffekte hervorrief. |
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Die 'Pendelstabilisierte 3D-Zugvektorsteuerung', entwickelt fuer den Einsatz in Rotationsdrachen, ermoeglicht es hingegen, fast beliebig geformte, horizontal rotierende Flugkoerper ohne Steuerruder in die Luft zu befoerdern. Aus DEPRON lassen sich z. B. Ringfluegel
bauen, die durch aussenliegende Tragflaechen stabilisiert und in ihrer
Auftriebswirksamkeit unterstuetzt werden. Die Anzahl der Tragflaechen,
deren Anstellwinkel und deren Formgebung bestimmen massgeblich die
Silhoutte des rotierenden Flugobjektes: So sind Anordnungen denkbar, die
vorne einen kleineren, hinten einen groesseren Ringfluegeltragen, und so
als 'Ringfluegel-Ente' fliegen. Oder zwei gleichgroße Ringfluegel, einmal
mit symmetrischer Fluegelform, ein andermal mit asymetrischer
Formgebung. |
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Flugobjekte
mit horizontal rotierenden Fluegeln eroeffnen
voellig neue Moeglichkeiten der Gestaltung sehr steifer
Flugzellen: Die
Kombination von Ringfluegeln mit Fluegel-Lamellen in spiralfoermiger
Anordnung ermoeglicht diverse Formen der 'Verkastung', wobei stets die
Symmetrie aller Ansichten das Erschinungsbild praegt. Da die 'Leichtversion' des NTK-Rotationsdrachens mit pendelstabilisierter 3D-Zugvektorsteuerung bereits die Entwicklung des 'Spiralfluegelfliegers' (--> Microkites) initiiert hat, sollten die Rotordrachen mit der 'groesseren' Steuerung ebenfalls ein Pendant aus Depron erhalten. Gedacht war hierbei an ein rotierendes Flugobjekt mit dem Erscheinungsbild einer 'Fliegenden Kugel', mit ca. 1qm. Flächeninhalt bei ca. 500g Fluggewicht. Um dieses Erscheinungsbild durch die Rotation zu erzeugen, wurden 3 Ringfluegel mit 6 spiralfoermig angeordneten, halbkreisfoermigen Fluegeln verbunden:
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Der Erstflug dieses Flugobjektes fand am 18. Februar 2009 statt. Es flog auf Anhieb, jedoch mit leichten Pumpbewegungen, da der Schwerpunkt sich vorher nur annaeherungweise bestimmen liess und -wie beim Erstflug erkennbar- etwas zu weit hinten lag. Das Flugbild zeigte in unvergleichlicher Weise aus einiger Entfernung das, was beabsichtigt war: eine fliegende Kugel. Wie bereits bei den vorhergehenden Rotationsfluegelfliegern war auch hier die vollstaendige Beherrschbarkeit in allen Fluglagen ueber alle 3 Steuerachsen gegeben. Verblueffend fielen einige 'Areobatics' aus: Der 'Wendekreis' betraegt nur ca. 1,50m, ebenso der Loopingdurchmesser. Am eindrucksvollsten weiss die 'Fliegende Kugel' zu gefallen, wenn sie -etwas langsamer als ihre Vorgaenger- ihre Bahnen am Abendhimmel zieht und von der untergehenden Sonne beschienen wird ... |
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VIDEO vom Erstflug der 'Fliegenden Kugel' am 19. Februar 2009 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Nach entsprechender Farbgestaltung zeigt die
rotierende Kugel ein aussergewoehnliches Flugbild: einmal in Rotation
befindlich, wechseln sich die Farben blau, blauviolett, rotviolett, rot,
orange und gelb ständig ab, da jedes der 6 Fluegelsegmente mit
entsprechenden Farbfeldern versehen wurde. |
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Seit ihrem Erstflug in 2009
hat die 'Fliegende Kugel' etliche Starts und
Landungen absolviert. Solange die Windverhaeltnisse als 'ruhig' bezeichnet
werden konnten - kein Problem. Bei Windstaerken ueber 1bft. wird das
Flugverhalten der Kugel kritisch: Die Pendelstabilisierte Vektorsteuerung
wird - angeregt durch boeigen Wind - kurzzeitig unkontrollierbar, wenn sich
die Kugel 'aufstellt, die schwerkraft des Pendels aufgehoben wird, und das
Drehmoment des Motors die gesamte Pendel-Vektoreinheit in Rotation versetzt.
Fuer kurze Zeit glaubt man dann, einen Hubschrauber vor sich zu haben. Wenn
die Fluegelrotation in senkrechter Stellung abnimmt, verliert die Kugel ihre
Stabilitaet, 'Kippt' ab - und faengt weiter an zu rotieren, wodurch das
Flugverhalten stabilisiert wird und 'normal' weitergeflogen werden kann. Um die Reagibilitaet der pendelstabilisierten Vektorsteuerung in kritischen Fluglagen zu erhoehen, wurden das Pendel, die Pendellagerung und die Motorisierung verbessert. Wie im Video zu sehen ist, laesst sich die Kugel in jeder Fluglage zuverlaessig kontrollieren.
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VIDEO vom Flug des modifizierten 'rotating ball II' im Mai 2011 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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