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CANARDS |
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(CANARD-Drachen mit dreidimensionaler Zug- bzw. Schub-Vektorsteuerung) |
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Unter den Einleiner-Drachen zeichnen sich die auf den Designentwuerfen von Ralf Beutnagel basierenden Pfeilenten (CANARD-ROLLER, CANARD-WINGS) durch ihr exotisches Aussehen und ihre besondere Schwachwindeignung aus. Ich koennte nicht der Versuchung widerstehen, auch einmal eine solche Pfeilente von ihren Fesseln zu befreien und zu vektorisieren. Verschiedene Hersteller (HQ-INVENTO,
PREMIER) bieten Canards
mit diesem Design in verschiedenen Groessen und Farben (schwarz,
weiss, blau, rot) an. |
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| Video
vom Erstflug des CANARD-WING am 20.5.2008 |
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Die faszinierenden Langsamflugeigenschaften des CANARD-WING gaben Anlass zum Bau einer leicht veraenderten Steuerung, wodurch ein Bodenstart ermoeglicht werden sollte. Dies gelang bei der Flugerprobung der neuen Steuerung auf Anhieb und beliebig oft innerhalb des ersten Drittels der verfuegbaren Akkukapazitaet: |
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Eine Steigerung der faszinierenden Bodenstart- und Langsamflugeigenschaften des blau-weiss-schwarzen CANARD-WING von HQ zeigt die etwas groessere, weisse Pfeilente von PREMIER-KITES mit 250cm Spannweite und einem Startgewicht von nur 380g: Ihr Flugtempo ist so langsam, dass man gemaechlichen Schrittes unter ihr hergehen kann. Sie startet auf der Stelle ('Drehbodenstart'!)) und wird einen idealen Kameraflieger abgeben, da sie das Mehrgewicht einer leichten Kamera (Flycam One) ohne Einschraenkungen ihres Flugverhaltens verkraftet. Diese Pfeilente fliegt mit dergleichen auswechselbaren 3D-Zugvektorsteuerung wie die kleinere, blau-weiß-schwarze Pfeilente: |
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Video
vom Flug des 250cm grossen PREMIER-CANARD mit Bodenstarts am 18.6.2008 |
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(CANARD-Fotos: Madleen Pfoertner) |
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Video
vom Flug des 250cm grossen PREMIER- CANARD in der kleinen Gymnastikhalle am 28.8.2008 |
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| Selbst in einer nur 12 x 15m kleinen Gymnastikhalle macht der 250cm grosse PREMIER-CANARD eine gute Figur... | |||
Starken Wind liebt der CANARD nicht. Schon ab 1 bft. fliegt er rueckwaerts. Was soll man machen, wenn man zum Flugfeld faehrt und der Windsack dort waagerecht steht? Eine Moeglichkeit waere, Schutz im Windschatten von Baeumen zu suchen - und z. B. auf einer Parkplatzwiese zwischen den Baeumen neben dem geparkten Wagen vom Boden aus zu starten und zu fliegen. Bei einem verfuegbaren Flugsektor von ca. 6 x 10m nicht unbedingt einladend.... doch - es geht: |
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Der Radiopionier
MARCONI gab einem Drachen seinen Namen:
Um die ersten Radiosendungen über eine grosse Strecke uebertragen zu
koennen, verwendete er einen Drachen, um die fuer die Uebertragung
erforderliche lange Sendeantenne in den Himmel ziehen zu koennen. |
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| Der
Marconi fliegt auch bei etwas windigem Wetter, seine Flugeigenschaften
duerfen als ausgewogen und gutmuetig bezeichnet werden. Sehr wendig und
dabei sehr eigenstabil laesst sich der Marconi gemaechlich und flott
fortbewegen. Mehrfachspins in Rueckenlage oder Loops sind hierbei
kein Problem. Bei einer Spannweite von 120cm erreicht der mit 5mm CFK-Rohr
ausgestattete Drache ein Startgewicht von 350g, wobei die
Flaechenbelastung bei ca. 5g/qdm liegen duerfte.
Ein Video zeigt das ansprechende Flugbild und die Agilitaet dieses Drachens: |
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Erstflug des 120cm grossen MARCONI am 24.6.2008 |
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Aus Versuchen mit neuen Slowflyer-Konzepten
entstehen neue Ideen: So z. B. die Idee, auf dem Traggestell der Pfeilente
aufbauend einen Gyrocopter
zu entwickeln, dessen gegenlaeufige Rotoren aus Duett-Gartenwindspielen
entnommen werden sollten. Um dem Canard-Prinzip zu folgen, sollten im
vorderen Traegerbereich 2 kleinere, im hinteren Bereich 2 groessere
Rotoren montiert werden. Das Ergebnis der Kombination von Pfeilwing-Canard Traggestell mit den Gartenwundspiel-Rotoren zeigt das Bild: Entstanden ist ein Canard-Quattro-Gyrocopter mit 3D - Zugvektorsteuerung und einem Abfluggewicht von 500 - 550g, je nach Akkubestueckung. |
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Die ersten Flugversuche ergaben ein ernuechterndes Bild: Trotz einer Rotor-Gesamtflaeche von ca. 70qdm waren nur kurze Geradeausfluege, aber keine Steigfluege moeglich. Nach eingehender Analyse zeigte sich, dass die Rotoren nur mit ca. 1/3 ihrer Flaeche Auftriebswirkung erzielen konnten, mit 2/3 jedoch nicht. Um dieses Auftriebsdefizit auszugleichen, wurde als zusaetzliche Auftriebshilfe ein ca. 30 qdm. grosses Rhomboidsegel genaeht, welches an seinen Eckpunkten mit Hilfe starker Gummi-Spannschnuere unterseitig mit der CFK-Tragkonstruktion des Gyrocopters verspannt wurde. Außerdem wurde ein wenig am Design der Rotoren gearbeitet, alle Stofflamellen (mit Ausnahme der weissen, gelben und orangen) wurden mit Hilfe von Textilfarbe schwarz eingefaerbt: |
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Flugversuche mit dem neuen Bauchsegel bestaetigten ansatzweise die vorher gehegten Vermutungen: Nun waren kurze Fluege zwischen 10 und 15 Sekunden moeglich, Steigfluege waren aber auch mit dem Rhomboid-Bauchsegel nicht realisierbar. Der Flugapparat vermittelte den Eindruck, dass ein wenig mehr Schub das Problem loesen koennte. Oder: Es muesste ein Rhompoid-Segel mit deutlich groesserer Tragflaeche eingespannt werden, um Flaechenteile der Rotoren zu ueberdecken und ihre Abtriebswirksamkeit zu verringern. Da jedoch der Einbau eines 2. Schubmotors (Doppelwhopper) mit weniger Zeitaufwand als das Naehen eines neuen Segeltuches realisiert werden konnte, wurde zunaechst das 3D - Antriebs- und Steuermodul modifiziert: |
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Der Canard-Quattro-Gyrocopter war nun mit 2 Antrieben bestueckt, der vordere (wie bisher) als Vektorsteuerung ausgelegt, der hintere starr, nur um zusaetzlich Schub zu liefern. Beim Probelauf reichte der Gesamtschub nun aus, den Flieger auf kurzem Gras im Stand zuegig fortzubewegen. Die darauf folgenden Flugversuche waren ernuechternd: Das Mehrgewicht von Motor, Akku, Drehzahlsteller und Motorhalterung (in Summe: 160g) konnte nicht in zusaetzlichen Auftrieb umgesetzt werden. Ganz im Gegenteil: Der Flieger machte nur kurze, hoechstens 10 m lange 'Huepfer'. Dabei faltete sich das Bauchsegel in Hoehe des zweiten Motors soweit ein, dass es von der Luftschraube zerschnitten wurde, wodurch weitere Startversuche unmoeglich wurden. Nach 3 Flugversuchen wurde allerdings klar, dass der zweiten Variante zur Auftriebsverbesserung - dem Bau eines wesentlich groesseren Bauchsegels- der Vorzug zu geben ist. Um sicher zu gehen, dass der Flugapparat auch Steigfluege mit dem groesseren Bauchsegel absolviert, soll bei der anstehenden 3. Modifikation der kleinere Power-Schnurrz auf dem Vektormodul dem schubstaerkeren Doppelwhopper weichen. Mehr Schub durch einen staerkeren Motor und mehr Auftrieb durch eine groessere Kielsegel-Tragflaeche, bei einem Gewichtszuwachs von nur ca. 60g: Es bleibt spannend, die naechsten Flugversuche werden zeigen, ob mit den weitergehenden Modifikationen -trotz der Textilrotoren an Bord :-)) - doch noch Steigfluege realisiert werden können . |
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Den bisherigen Erfahrungen folgend, wurde in
der naechsten
Entwicklungsstufe des CANARD-GYROCOPTERS
eine neue Steuerung mit dem Schubstaerkeren Doppelwhopper als
Antriebsmotor gebaut. Mit einem leicht modifizierten 10,5" -
GWS-Slowfly-Propeller sollte diese vergleichsweise nur 30g schwerere
Steuerung genuegend Schub fuer die ganvisierten Steigfluege generieren.
Zur Auftriebserhoehung wurde ein neues Rhomboid-Kielsegel ("EDDY"-Segel)
genaeht, in dessen gesaeumte Aussenkanten zur Erhoehung der
Flugstabilitaet 4mm CFK-Rohr eingelassen wurde. Die Rohre wurden durch
Dynamee-Schnur über die Rhomboid-Segelecken verbunden, wobei durch die
Dynamee-Schnurverbinder kurze, gedoppeltete Spanngummis gezogen
wurden, die zur Verspannung und Verbindung des Eddy-Segels mit dem
CFK-Rohrtragwerk des Fliegers dienen sollten. Die Zunahme des Abfluggewichtes hielt sich durch diese Baumassnahmen in Grenzen, der Canard-Quattro-Gyrocopter wiegt nun ca. 600g. Allerdings wurde auf das anstecken der beiden vorderen Rotoren bei den folgenden Flugversuchen verzichtet, da ja bereits bei den vorangegangenen Fluegen erkennbar war, dass das Flueggeraet ohne diese 'Brems'rotoren besser fliegen und ein interessanteres Flugbild abgeben wuerde. Im Ergebnis wurden alle Annahmen bestaetigt: Mit nur 2 grossen Hauptrotoren und dem doppelt so grossen Eddy-Kielsegel fliegt der Canard-Copter jetzt. Bei windstiller Wetterlage oder im Windschatten grosser Baeume sind jetzt auch Steigfluege realisierbar. Hierbei begeistert der Canard-Copter mit einem unvergleichbaren Flugbild: Er startet zuegig - und verlangsamt sein Tempo mit zunehmender Rotationsgeschwindigkeit der beiden Rotoren. Hierbei ist er sehr wendig und kann mit geringsten Steuerausschlaegen seiner 3D Zugvektorsteuerung geflogen werden. Die hohe Bremswirkung der Rotoren erfordern fast durchgaengig ein Fliegen mit Vollgas. |
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| Video
der ersten Steigfluege des des CANARD- Gyrocopters am 11.6.2008 |
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der Canardcopter mit dem grossen EDDY-Bauchsegel und ohne die beiden
kleineren vorderen Rotoren das Fliegen gelernt hatte, sollte die
Steigfaehigkeit und Wendigkeit des Fliegers eine weitere Verbesserung
erfahren. Da als Hauptursache der mangelnden Auftriebs fuer zuegigen
Steigflug die 'Bremsrotoren' erkannt waren, sollten diese
versuchshalber durch gleichgrosse , blau-schwarze Scheibenrotoren eines
Helikopter-Drachens ersetzt werden. Die hiermit durchgefuehrten Versuchsfluege ermoeglichten nur so lange einen eigenstabilen flug, wie nicht gesteuert wurde. bei der ersten Steuerbewegung war zu sehen, das die Rotorscheiben sich verbogen - und der EDDY-Copter machte, was er wollte. Mit den frei drehbaren Scheibenrotoren war er schlicht und einfach nicht steuerbar. Auch hier machte 'Versuch - kluch'.... mit je 2 Kabelbindern wurden die Rotoren an ihrem CFK-Rohr-Traggestell und an den 4mm-Verstarkungsrohren des EDDY-Rhombus festgebunden. Erneute Flugversuche zeigten ein erheblich verbessertes Flugverhalten: Stabiler Geradeausflug, hohe Kurvenwendigkeit, zuegiger Steigflug, alles das, was vorher ein wenig vermisst wurde, war jetzt kein Problem mehr. Allerdings: Der EDDY-Copter ist nach diesen 'Verbesserungsmassnahmen' der erste 2-Rotor-Gyrocopter, der mit angebundenen Rotoren besser als mit frei drehenden... :-)) |
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Erstflug des blauen EDDY-Copters mit flachen Scheibenrotoren am 24.6.2008 |
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