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Basierend auf den positiven Erfahrungen mit dem 3D-Schwenkpropeller fuehrten
verschiedene Ueberlegungen im Februar 2007 zu weiteren neuen Projektideen:
1. Idee eines Senkrechtstartenden
Slowflyers
Laesst sich die '3D-Zugvektorsteuerung' für einen senkrechtstartenden
Slowflyer nutzen?
Wie muss die Flugzeugzelle beschaffen und ausgestattet sein, um
einen stoerungsfreien, langsamen Senkrechtstart mit Uebergang in den
Horizontalflug zu gewaehrleisten?
Welche Steuerfunktionen sind für eine flugfaehige Versuchsanordnung
erforderlich?
Aufgrund dieser Ueberlegungen ist ein Versuchstraeger entstanden, der eine
besondere konstruktive Eigenschaft aufweist:
Das Carbon/Polyamid-Gitterkreuz ist nicht verklebt, alle Carbonstaebe sind
klemmend durch die Polyamidkreuze gefuehrt, wodurch die gesamte
Konstruktion in ihrer Anordnung variabel gestaltet ist: Der Kreuzmittelpunkt sowie
die Motorsteuerungsmodule sind verschiebbar, die beiden
Kreuzrahmenelemente koennen nach unten und nach oben 'verbogen'
werden, wodurch sich unterschiedliche Winkel der Propellerachsen
einstellen lassen. Auf den rechten Steuerknueppel wurde die hoch/tief-
Funktion als Vorwaerts-/Rueckwaertsschwenk der ersten Rudermaschinen
gelegt, auf einen Schieberegler wurde die synchrone Seitenruderfunktion
der zweiten Rudermaschinen gelegt, welches das Austrimmen erleichtert.
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Auf den
rechten Steuerknüppel wurde auch als Rechts/Links- Steuerung die
Querruderfunktion des Deltamischers für die beiden ersten Rudermaschinen
(tief=vor, hoch=zurueck) gelegt. Hierdurch sind ein augenblicklicher
Drehungswechsel sowie schnelle Drehungen auf der Stelle moeglich. Auf dem
linken Steuerknueppel (vor/zurueck) liegt die Gasfunktion für die
synchrone Drehzahlverstellung beider Motoren, auf rechts-links liegt die
asynchrone rechts-links-Drehzahlverstellung. Hierdurch wird eine Rollsteuerung bzw. -trimmung moeglich.Als Grundeinstellung für die ersten
Erprobungsfluege wurden die Motorzugachsen ca. 5 Grad nach innen gestellt
und der Schwerpunkt in Hoehe der Zugachsen in den Mittelpunkt des
Rahmenkreuzes gelegt. Eine ca. 1-stuendige Eprobung in der
Halle mit verschiedenen Einstellungen ergab folgende Erkenntnisse:
-problemloses Abheben bis ca. 20cm Hoehe über dem Hallenboden
-erstaunliche Manoevrierfaehigkeiten, wie schnelle Rotation rechts/links
auf der Stell ('Pirouetten')
zuegige Vorwaerts-, Rückwaerts- und Seitwaertsbewegung
-problematisches 'Flugverhalten', wenn die Bodennaehe verlassen wird.
Durch Wegfall des 'Groundeffektes' verliert das Geraet an Stabilitaet und
kann nur bedingt für laengere Zeit in der Schwebe gehalten werden. Hier
fehlen noch die Tragfaehigkeit und die Massentraegheit einer entsprechend
gestalteten Deprontragflaeche.
Fuer eine weitere Erprobungsphase
wird das 'Schwebekreuz' mit einer unterseitig angebrachten Tragflaeche in
Form eines zu den Spitzen hin gewoelbten Rhombus versehen. Hierdurch
sollen Gleitflugeigenschaften im Vorwaerts-/Rueckwaertsflug sowie eine groessere
Massentraegheit erreicht und getestet werden.
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2. Idee eines vollsymmetrischen Flugzeuges
mit einem Zugvektorsteuerungsmodul, welches seine Flugrichtung
in der Luft beliebig aendern kann, unter Verzicht auf jegliche
Steuerruder
Dieses
Flugzeug soll vorwaerts und rückwaerts für beliebige Dauer gleichermaßen kontrolliert
geflogen werden koennen, o h n e S t e u e r r u d e r . Ausserdem
soll die Flugzelle unbeschadet zu Boden gleiten, wenn sich der Antrieb z.
B. infolge einer Stoerung
nicht mehr in Aktion befindet.
Die konstruktive Auslegung des
Fluggeraetes bedingt einen voellig andersartigen Aufbau der Flugzelle
als bei bisher bekannten Konstruktionen, geht es doch hierbei um
nicht weniger als die vollstaendige Verlagerung des Schwerpunktes
von X nach Y oder umgekehrt, je nachdem, in welche Flugrichtung
man in der Luft wechseln moechte. Das bedeutet, das bei einer gewichtsoptimierten
Konstruktion alle den Schwerpunkt mitbestimmenden, 'mobilisierbaren'
Massen wie Bordelektronik, Akku, Zugvektorsteuerung und Brushlessmotor
innerhalb des Flugzeuges ueber eine nicht unbetraechtliche
Strecke in kuerzestmoeglicher Zeit verlagert werden muessen, um
gleiche Flugstabilitaet in 2 Flugrichtungen zu erzielen. Um diese
Gewichtsverlagerung mit 'Bordmitteln', d. h. ohne zusaetzliche
Hilfskonstruktionen wie z. B. durch Zahnriemen- oder Spindelportierung
und ohne zusaetzliche Trimmgewichte zu realisieren, muss die 3D-Zugvektorsteuerung
um eine vierte Dimension erweitert werden: Die bisherige
Propellerfunktion (Zugstufe) muss um eine Druckstufe erweitert werden, realisierbar durch
einen verstellbaren Propeller, damit die variablen Massen durch
ihren eigenen Antrieb im Flugzeug verschoben werden koennen.
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4-D-Zugvektorsteuerung Entwicklung
von Antrieb und Steuerung Kurz gesagt: Man nehme einen kleinen Flyware-Rex 220, einen
9" - Flyware Verstellproeller, einen CFK-Motortraeger und 4
robuste und trotzdem nur 7,5g leichte Rudermaschinen, ordne das
ganze in neuer Form an und - fertig ist der Schwenkpropeller, der
alle Steuerachsen im Vorwaerts- wie im Rueckwaertsflug bedient:
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Funktionsanordnung: Die
quer unterhalb des Motors waagerecht eingebaute Rudermaschine -1-
ist
mit dem davor liegenden CFK-Motortraeger fest verbunden und dient der Propellerverstellung.
Diese Rudermaschine ist mit der Steuerscheibe der direkt darunterliegenden,
senkrecht verbauten Rudermaschinene -2- verbunden. Diese Rudermaschine
uebernimmt die Rechts-/Links- Steuerfunktion. Die beiden aeusseren
Rudermaschinen sind mit ihren Steuerscheiben beide mit der in der
Mitte befindlichen Rechts/Links-
Rudermaschine verbunden und uebernehmen -synchron gemischt - die
Hoch-/Tief Steuerfunktion (3 und 4). Da eine Zug-/Schubvektorsteuerung, die
2 Steuerachsen bedient, als dreidimensional bezeichnet wird (3D-Zug-/
Schub- vektorsteuerung), kann diese Steuerung, welche ausserdem
die Schubumkehr um 180Grad integriert, als 4-D Zug/Schubvektorsteuerung
bezeichnet werden. In Verbindung mit einem YGE-12 Drehzahlsteller,
einem SPITZ-TSR 5-Kanalempfaenger und einem LEMON 3 x 460mA LIPO
wiegt die ganze Einheit einbaufertig 134 g.
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Video von der Funktonsweise
der 4D-Zugvektorsteuerung: 
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Flugzellenentwicklung Um
herauszufinden, wie sich symmetrische Flugkoerper mit Langsamflugeigenschaften
im Vorwaerts- und Rueckwaertsflug verhalten, und wie eine dynamische
Schwerpunktverschiebung realisiert werden koennte, wurden 2 Prototypen-Gleitflugzeuge
entwickelt:
1. Test-Gleitflieger mit 2 gleichgroßen,
symmetrischen Einzelflaechen und horizontal drehbarer Trimmgewicht-Verstellwippe,
Spannweite ca. 80cm, keine Flaechenprofilierung, kein Anstellwinkel:
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Die Flugerprobung ergab,
dass das Flugzeug in beiden Richtungen stabil geradeaus flog, jedoch
nach der geraden Flugstrecke gegen Ende der Gleitstrecke zu
einem leichten aufbaeumen und abbremsen neigte. Dieses Flugverhalten
resultiert vermutlich aus der geringer werdenenden Anströmung des
hinteren Flügels mit nachlassendem Flugtempo sowie aus der offensichtlich
ungünstigen Massenverteilung. Aus diesem Grund
wurde dem 2-Flaechen-Konzept ein 1-Flaechen-Konzept gegenübergestellt:
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2. Gleitflieger
mit einer symmetrischen Tragflaeche ('MANTA") mit doppelter
V-Form und verschiebbarem Trimmgewicht-Linearschlitten in
einem Flächenausschnitt in der Flächenmitte.
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Die Flugerprobung ergab, dass das
Flugzeug in beiden Richtungen stabile, gerade Gleitfluege absolvieren
konnte, ohne sich am Ende aufzustellen.
Es zeigte sich, dass die zurueckgelegten
Flugstrecken wesentlich laenger gewesen waeren, wenn der Linearschlitten
mit den Trimmgewichten ueber die volle Flugzeuglaenge haette verschoben
werden koennen. Aus Gruenden der Flaechenstabilitaet (Flaechen aus
3mm Depron, mit duennen Streifen zur Verstaerkung vorne und hinten
aufgedoppelt, keine Flaechenholme oder sonstige Verstaerkungen)
wurde die Schlittenstrecke (zu) kurz gehalten. Bei voller Ausnutzung
der Flaechenlaenge als Verschiebestrecke für die Trimmgewichte waere
man mit wesentlich weniger Trimmgewicht ausgekommen. So betrug nach
Ermittlung des Schwerpunktes bei ca. 80cm Spannweite das Abfluggewicht
immerhin 175g (!), um den gleichen Schwerpunkt in beide Flugrichtungen
durch Verschiebung des Schlittens mit den Trimmgewichten zu gewaehrleisten.
Bei Weiterentwicklung des Zellenkonzeptes soll der Tragschlitten
ueber die volle Flaechentiefe beweglich sein.
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3. Flugfaehiges (?) Baumuster im Maßstab 1:1
Da bisher kein Flaechenflugzeug
bekannt ist, welches ausschliesslich mit Hilfe einer 4D-Zug/Schubvektorsteuerung,
ohne jedes Steuerruder, mit Erfolg vorwaerts und rueckwaerts geflogen
ist und den Richtungswechsel in der Luft vollzogen hat, darf das
ganze Projekt als absolutes Neuland bezeichnet werden. Es gibt keine
vergleichbaren Konstruktionen fuer den gleichen Einsatzzweck.
Mit der Entwicklung
eines funktionsfaehigen, kompakt bauenden 4D-Antriebs- und Steuerungsmoduls
steht eine wesentliche Teilloesung des Problems zur Verfuegung,
mit einem Flaechenflugzeug im Fluge die Flugrichtung von vorwaerts
auf rueckwarts zu wechseln und in beiden Flugrichtungen beliebig
lange und mit gleicher Stabilitaet fliegen zu koennen. Das Zellenkonzept
eines MANTA-foermigen, symmetrisch geformten Nurfluegels mit zentralem Linearschlitten
fuer eine dynamische Schwerpunktverschiebung stellt einen
weiteren Loeseungsansatz dar. Er beinhaltet einige schwierige Anforderungen,
die beim Bau des flugfaehigen
Modells zu beruecksichtigen sind und in erster Linie das Hauptprobelm
loesen sollen: Die dynamische Schwerpunktverschiebung im Fluge.
Hierfuer soll die Flugzelle folgende
Eigenschaften aufweisen:
-Spannweite
ca. 120 - 130 cm -Flaechenwurzeltiefe ca. 80cm -symmetrische Flaechenwoelbung zur
Stroemungsverbesserung und Flaechenstabilisierung -selbststabilisierende Flaechenauslegung
mit 'Ohren' fuer stabilen Gleitflug, auch ohne laufenden Motor -minimales
Abfluggewicht -Bodenstartfaehigkeit ohne Fremdhilfe -optimale
Schwerpunktlage. Fuer den Vorwaertsflug: Ende 1. Drittel der Wurzeltiefe,
fuer den Rueckwaertsflug: Anfang 3. Drittel der Wurzeltiefe -fuer
eine schnellstmoegliche
Schwerpunktverlagerung durch
eigenen Antrieb Konzentration aller mobilisierbaren Massen (Fahrwerk, Motor, Verstellpropeller, Servos, Akku, Empfaenger, Drehzahlsteller
und Halterungen) auf einem Linearschlitten Das
Hauptproblem der Stabilisierung eines Nurfluegels, der in der Mitte
ueber fast seine gesamte Wurzeltiefe keinerlei Verbindung zwischen
den beiden Flaechenhaelften zulaesst, weil sich dort die 4D-Motorschlittenbahn
befindet, wurde mit Hilfe einer rechteckigen Carbonrohrkonstruktion
und 4 T-Rohrwinkeln, durch die Carbonflachstaebe bogenfoermig gefuehrt
und verklebt werden konnten, geloest. Das Bild zeigt, dass
sich die Kraefte auf diese 'Nasen' - und 'Endleisten' aus Carbonflachmaterial
optimal verteilen lassen und in Verbindung mit einer Woelbung der
Flaechenwurzel durch 2 profilierte Laengsspanten(doppeltes 6mm-DEPRON) einen soliden Verbund
der Schlittenfuehrung mit der Tragflaeche ermoeglichen:
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Erste Versuche mit Aluminium-Gleithuelsen fuer
den Motorschlitten
verliefen weniger Erfolgreich, die Reibungskraefte waren fuer einen
schnellen Richtungswechsel zu hoch, der Schlitten benoetigte mehr
als 1,5 Sekunden fuer einen Richtungswechsel. Mit Bauteilen aus
dem Heli-Bereich konnten die Carbonrohrverbindungen und ein 'schnelles'
Schlitten-Gleitsystem realisiert werden:
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Bei ersten Versuchen, schnellstmoegliche
Richtungswechselmit diesem verbesserten System durchfuehren zu koennen,
wurden Zeiten von 0,3 - 0,5 Sekunden erzielt. Da die Aufprallenergie
mit (zu kurzen) Spiralfedern gedaempft wurde, erwies sich dieser
Test mit ca. 20 'harten' Richtungswechseln als Servokiller. Die
preiswerten Koaxheliservos aus Fernost wurden gegen gleichgrosse
HiTec-Servos mit Carbonite-Getrieben ausgetauscht, wodurch eine
laengere Haltbarkeit erwartet werden kann.
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Ein Gleitsystem mit (nochmals geleichterten)
Leichtbau-Kunststoffschienen aus dem Wohnwagenausruesterbereich
wurde ebenfalls zu Vergleichszwecken gebaut, kam aber wegen seines
Gewichtsnachteils (+ 45g Mehrgewicht) nicht zum Einsatz.
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Der flugfertige Rohbau hatte ein
Abfluggewicht von 475g und stand urspruenglich auf 4 wellenfoermigen
DEPRON-Gleitkufen,
womit in der Halle erste Mobilisierungsversuche (Beschleunigung,
Richtungswechsel, leichtes Abheben) unternommen wurden. Als Konsequenz
dieser Versuche wurden die Depronkufen und grosse Teile der Laengsspanten
entfernt und stattdessen ein 2-Rad-Fahrwerk aus 1,5mm Carbonstabboegen
unter dem Motorschlitten angebracht. Hierdurch ergaben sich verschiedene
Vorteile: -fuer die Startphase guenstigeFlaechenanstellung -Verlagerung
von unbewegten Massen auf bewegte Massen (4 Depron-Gleitkufen ->
2-Rad-Fahrwerk) -Gewichtsreduzierung um 45g
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Fuer ein auffaelliges
und formgerechtes Farbdesign wurden verschiedene, kleinere Entwurfsskizzen
angefertigt:
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Basierend auf den Entwurfsskizzen
wurden Zeichenkartonschablonen geschnitten, mit deren Hilfe das Farbdesign auf
die Flaechenoberseite uebertragen und mit EDDING-Permanentstiften
ausgemalt werden konnte.
Das (flugfertige) Modell:
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Erste Erfahrungen nach einigen Roll-
und Abhebeversuchen auf einem Sportplatz zeigten, dass das Flugzeug
in beiden Richtungen starten und abheben kann und zwischen
30 und 50m fliegt. Weitere Fluege wurden vorerst nicht unternommen,
da noch keine stabile Fluglage erreicht wurde. Die Ursache fuer
die nur schwer kontrollierbare Rollneigung im Flug in ca. 2m Hoehe
liegt in zu starkem Auftrieb in der Flaechenmitte: Das Flugzeug
neigt hierdurch zum Unterschneiden, was wiederrum nur durch 'Hochziehen'
des Motors korrigiert werden kann, wodurch die Fluggeschwindigkeit
wiederum abnimmt und die Rollneigung verstaerkt wird.
Besonders
deutlich wurde das 'Auftriebsphaenomen' in der Startphase, wenn
zu stark beschleunigt wurde und sich das Flugzeughinterteil noch
im Rollen ueber das Niveau der vorderen Flaechenkante hochhebt.
Starts und kurze Fluege waren nur moeglich, wenn nach kurzem Anheben
des hinteren Flugzeugbereiches bereits die Motorsteuerung 'hochgezogen'
wurde, wodurch dann auch das Vorderteil abheben konnte. Diese Eigenschaften
wies das Flugzeug im Schub- wie im Zugbetrieb der 4D-Motorsteuerung
auf. Der bisher erreichte Flugzustand zeigt, dass verschiedene
Modifikationen erforderlich sind, um in beiden Richtungen ein stabiles
fliegen zu ermoeglichen. Hierzu werden folgende bauliche Veraenderungen
vorgenommen: -Anbau von 4 ca. 3-5 cm breiten und jeweils 45cm langen
'Vorfluegeln', um den Auftrieb in der Flaechenmitte teilweise auszugleichen
und die Auftriebseigenschaften der Flaeche insgesamt zu erhoehen -Vergroesserung
der 'Ohren' um jeweils 8cm, um das Flugzeug um die Querachse weiter
zu stabilisieren -Anbau von 2 senkrechten symetrischen Flaps
zur Richtungsstabilisierung -Verwendung eines 20g schwereren und leistungsstaerkeren
Akkus mit 800mA (statt 640mA), um die schwerpunktbestimmenden Massen
zu erhoehen und den Schwerpunkt weiter (in jeweiliger Flugrichtung)
nach vorne zu verlagern.
Modifizierte Version:
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Das Abfluggewicht betraegt
nach der Modifikation mit schwererem Akku jetzt 520g.
Erste
Flugerprobung: Start mit 'Zugvektorsteuerung' (Vorwaerts),
nach ersten Trimmkorrekturen Flug von ca. 1Min. mit sicherer Landung.
Danach Start mit 'Schubvektorsteuerung' (Rueckwaerts),
nach leichten Trimmkorrekturen und 1 Flugminute in ca. 5m
Hoehe Ausfall des Verstellpropellers, Motor wirkungslos , Flugzeug
steuerlos, Pilot einen Moment ratlos.
Guecklicherweise keine
zu harte Landung nach kurzer, wenn auch steiler Gleitflugstrecke.
Es sind keine groeßeren Reparaturarbeiten erforderlich. Der Flyware-Rex 220
ist mit einem so großen Modell deutlich an seiner Grenze angelangt.
Ein etwas schubstaerkerer Motor mit einem etwas groesseren Propeller
waere angemessen, laesst sich jedoch aufgrund der vorgegebenen
Schlittenspurbreite nicht realisieren, die fuer einen 8"
Verstellpropeller ausgelegt wurde.
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4. Verfolgung eines weiteren,
alternativen Ansatzes zum Bau eines sehr leichten Vorwaerts-Rueckwearts-Fliegers
Wie die Erfahrung zeigt, lassen sich neue Konzepte um so
schneller und kostenguenstiger erproben, je leichter und unkomplizierter
das Erprobungsbaumuster ist. Aus den Erfahrungen mit den 3D- und
4D-Zugvektorsteuerungsflieger entstand die Idee, ein vollsymmetrisches
Depron- Nurfluegelflugzeug ohne Steuerruder mit maximaler Spannweite
fuer einen WES-Technik Gold-Line 7,5g Motor zu bauen, der sich mit
Hilfe eines 180Grad-Servos von der Vorderseite des Nurfluegels zur
Hinterseite des Nurfluegels in 1,5 Sek. mitsamt Akku, Drehzahlsteller
und Empfänger schwenken laesst: Die Schwerpunktbestimmenden
Massen 'wandern' also nicht mit Hilfe eines Linearschlittens auf
Gleitschienen, sie werden einfach geschwenkt. Um der seitlichen
Schwerpunktverlagerung waehrend des 180Grad-Schwenks im Halbkreis
entgegenzuwirken, sollte das Flugzeug ueber eine ausgepraegt selbststabilisierende
Flaechenkonstruktion verfuegen, die eine ausreichende 'Traegheit'
ueber die Rollachse aufweist, so dass die Antriebsverlagerung und
die damit erwuenschte Flugrichtungsaenderung (in Sicherheitshoehe)
beherrschbar bleiben. Als erstes wurde zur Erprobung einer geeigneten
Flaechenform ein Nurfluegel mit doppelter V-Form und 1,36m Spannweite
aus 3mm Depron gebaut, Abfluggewicht 135g, hier bezeichnet als 3D-SICHEL.
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Die halbkreisfoermigen Carbonstabbuegel
dienen ausschliesslich dem Schutz der Motorsteuerung und sind wahre
Servoretter, wenn die 3D-SICHEL einmal 'hart' herunterkommt, was bei
der Flugerprobung ja vorkommt. Die Erfahrungen der Flugerprobungen
zeigen, das die Flaechenauslegung alle gestellten Erfordernisse
erfuellt: Die Flaechenbelastung liegt bei nur ca. 5g/qdzm, es
zeigt sich ein ausgepraegtes Langsamfluegverhalten mit entsprechender
Traegheit um die Rollachse. Aufgrund des Schwenkbereichs der Zugvektorsteuerung
von 90Grad sind Kurvendurchmesser von nur 3m moeglich. Bei schwachem
Gegenwind auf ebener Flaeche (Sportplatz) kann das Flugzeug
minutenlang auf der Stelle verweilen.
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Flugvideo der 3D-SICHEL
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Fuer die Erprobung
als Vorwaerts-Rueckwearts-Flieger wurden in einem neuerstellten Baumuster
einige Aenderungen durchgefuehrt: -Symmetrische Ergaenzung der
Flaechenvorderkante durch 'Vorfluegel', entsprechend den Flaps an
der Hinterkante -Anbau eines rechtwinkligen Carbonrohr-Schwenkarmes,
der in der Flaechenwurzelmitte drehbar gelagert befestigt und von
der Rumpfunterseite mit einem 180Grad-Servo angesteuert wird. Der
Ausleger des Schwenkarmes nimmt den Motor, die 3D-Zugvektorsteuerungund
alle anderen RC-Komponenten an seiner Unterseite auf, um die Schwerpunktbedingungen
wie im Erprobungsmuster zu sichern. Die Laenge des Auslegers
wird so bemessen, dass sich der im Erprobungsmuster ermittelte Schwerpunkt
in beiden Flugrichtungen im gleichen Abstand von der Flaechenvorderkante
befindet:
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Die Drehung des 3D-Motor-Steuerungs-Galgens
erfolgt mit Hilfe eines 180-Grad-Servos mit Metallgetriebe:
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Das Fahrwerk soll einen Start
mit erforderlichem Anstellwinkel der Tragflaeche in beide Richtungen
ermoeglichen.
Das Farbdesign mit aufsteigende
Luftblasen soll den '4D-Effekt' visualisieren..... Es handelt
sich hierbei nicht um Airbrushtechnik - nach mehreren Versuchen
(und beherzt schnellem Vorgehen) gelang es, die 3D-Bubbles mit Hilfe
von EDDING-Stiften in Wischtechnik unter Einsatz aller Fingerspitzen
darzustellen. Mehrgewicht des Farbdesigns: 0,6g
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Die 4 seitlich angebrachten CRAZYPLANES-Aufkleber
wurden mit Hilfe hauchduenner Wasserschiebebild-Seidenpapierfolie
realisiert. Das Abfluggewicht betraegt jetzt 185g, wobei das
(sehr stabil bauende) Schwenkservo alleine 40g fuer sich beansprucht.
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Flugerprobung: Das
Flugzeug ist in seiner bisherigen Auslegung aufgrund seiner symmetrischen, positiven Flaechenwoelbung
nur sehr schwer steuerbar, es hat starke Kippneigung um die Querachse.
Bei vorliegender Flaechenwoelbung erfuellen die vorderen und hinteren
Flaps nicht die Funktion, die sie im vorangehenden Versuchsmuster
mit geraden Flächen erfuellen konnten. Eine weitere Modifikation
wird diese Maengel beseitigen helfen: Es wird ein 50cm breiter und
10cm tiefer 'Spoiler' am Motorschwenkarm befestigt, der seine Position
beim Flugrichtungswechsel ebenfalls um 180 Grad verändern kann.
Die Flaps fallen weg und werden entfernt. Das Fahrwerk hat sich
als untauglich erwiesen, die Flaeche erhaelt im Bodenstart nicht
den erforderlichen Anstellwinkel. Es wird deshalb (und aus Gruenden
einer weiteren Gewichtsreduzierung) auf jegliches Fahrwerk verzichtet,
das Flugzeug landet auf Gleitkufen und wird von Hand gestartet.
Die Nasen- und Endleistenprofile (0,5x3mm CFK) werden mit
je 2 0,5x3mm CFK-Profilen verstaerkt, so dass die Biegeneigung des
Flügels reduziert wird und ein stabileres Flugverhalten erreicht
werden kann.
Der Erste Flug des 4D-Vorwaerts-Rückwaertsfliegers
fand am 14. Maerz 2007 um 9:20 Uhr in Solingen auf dem Gelaende des
MFC-SOLINGEN erfolgreich statt. Damit konnte ein kleines Stueck
Modellfluggeschichte geschrieben werden, handelt es sich doch um den
ersten Flug eines Flaechenflugzeuges ohne Steuerruder mit
Vektorsteuerung, welches nachhaltig seine Flugrichtung aendern kann
und in beiden Flugrichtungen beliebig lange kontrolliert zu fliegen
imstande ist.
Mehrere Flugrichtungsaenderungen
konnten durch dynamische Schwerpunktverlagerung geflogen werden,
wobei jeweils ein Looping mit halber Drehung vorwaerts und Weiterflug
rueckwaerts absolviert wird. Die 'instabile Phase' ohne Steuerung
dauert ca. 1,5 Sekunden. In beiden Flugrichtungen fliegt der Flieger
in gleicher Weise stabil. Gesamtflugdauer ca. 4-5 Minuten mit einem
3S 460mA Lipo-Akku bei ueberwiegendem Vollastbetrieb. Waehrend der Schwerpunktverlagerung
bleibt der Motor ca. 2 Sek. ausgeschaltet.
Wie der Bildvergleich zeigt, wurden fuer den Erstflug weitgehende
Modifikationen vorgenommen: -Entfernung der vorderen und hinteren
Flaps -Neutralisierung der symetrischen Profilwoelbung -Anbau
eines mitschwenkenden Heckspoilers
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In den ersten Reaktionen
in verschiedenen Internetforen (RC-Network, RCLineforum) auf
die veroeffentlichten Videos wurde unterschwellig deutlich, dass es sich -nach Auffassung
einiger Betrachter- doch garnicht um 'echten Rueckwaertsflug' handele,
weil sich 'da doch nur was dreht'... Da es bisher noch kein Flaechenflugzeug
ohne Steueruder gegeben hat, welches -nur durch Zugvektorsteuerung
betrieben- seine Flugrichtung im Fluge nachhaltig und nach Belieben
aendern konnte und dabei in beiden Flugrichtungen einen stabilen
Flug zeigte, existiert in der Phantasie der Betrachter eine Vorstellung
von Rueckwaertsflug, welche nicht mit der hier gezeigten Realitaet in Einklang gebracht werden kann: Erst
durch die torquenden 4D-Slowflyer kam bei mir die Idee auf, ob es
ueberhaupt moeglich ist, mit einem Flaechen-Modellflugzeug nachhaltig (minutenlang, wenn's sein
muss) rueckwaerts zu fliegen. Flugakrobatischen Kabinettstueckchen wie * auf dem Ruecken
landen, schwuppdiwupp V-Prop-Pitch rein, rueckwaerts auf die Beine stellen oder in
der Luft mal 3 - 4Sekunden rueckwaerts ein Looping oder eine Rolle reißen * begeistern
sicherlich jeden Modellflieger. Sie vermitteln jedoch einen Eindruck
vom 'Rueckwaertsflug', bei dem die Rueckwaertsflugphase nur
wenige Sekunden dauert. Ein nachhaltig stabiles, manuell
gesteuertes Rueckwaertsfliegen
bedingt eine dynamische Schwerpunktverlagerung beim Flugrichtungswechsel
im
Flug , und dazu sind die Shockys in ihrer jetzigen Auslegung mit Rudern,
die in einer definierten Flugrichtung (Vorwaertsflugrichtung) angestroemt werden, und einem festen
Schwerpunkt, der nur eine stabile Flugrichtung ermoeglicht, eindeutig
nicht in der Lage .
Die starren Massen, die
beim Vorwaerts-Rueckwaerts-Flieger in seiner letzten
Entwicklungsstufe ihre Flugrichtung nachhaltig
aendern, wie Fluegel, Fahrwerk mit Scheibenraedern und das 40g
schwere 180Grad-Motorgalgen-Schwenkservo, bringen zusammen 135g auf die Waage, die
verlagerten schwerpunktbestimmenden Massen wie Motor, RC-Komponenten und
Schwenkgalgen nur 60g.
Wenn es also an einer
griffigen Definition mangeln sollte, wann man von stabilem und nachhaltigem
Rueckwaertsflug bei Slowflyern sprechen sollte, hier ist sie:
Wenn ein
Slowflyer imstande ist, mit mehr als 2/3 seines Fluggewichtes im Fluge seine
Flugrichtung beliebig oft zu aendern und nach jeder Flugrichtungsaenderung stabil
und kontrolliert fuer laengere Zeit (mindestens 1 Minute) in der anderen Flugrichtung fliegen kann,
dann muss es sich um stabilen, nachhaltigen Rueckwaertsflug handeln.
Um
die Erkennbarkeit des Richtungswechsels staerker zu verdeutlichen
und um einen sicheren Bodenstart (in Vorwaertsflugrichtung)
zu ermoeglichen, wurden weitere Verbesserungen vorgenommen: Ein
weit nach vorne ausladenes Fahrwerk aus duennen Carbonstaeben mit
duennen Scheibenraedern wurde
montiert, die Flaechenunterseite wurde im ersten Drittel rot (Vorwaertsflugfarbe)
und im letzten
Drittel blau (Rueckwaertsflugfarbe) koloriert:
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Ein Onboard-Video
zeigt mehrfach den Flugrichtungswechsel des
Vorwaerts-Rueckwaerts-Fliegers.
Hierzu wurde die FlycamOne direkt hinter dem Motor unterhalb des
Schwenkgalgens befestigt. Um das Mehrgewicht (Camera mit Halterungen
ca. 35g) besser zu bewaeltigen, wurde der WES-Goldline 12N-Brushless
mit 7,5g Leergewicht und ca. 210g Spitzen-Standschub gegen einen 'KISSKATZ
Eigenbau 9N (BASIS: HP-Colorado Stator) mit 9,5g Leergewicht und
306g Spitzen-Standschub
ausgewechselt ...
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Video
vom ersten 4D-Vorwaerts-Rueckwaerts-Flug mit dynamischer Schwerpunktverschiebung
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Video
vom 4D-Vorwaerts-Rueckwaerts-Flieger im Kampf gegen den Wind
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Onboard-Video des Vorwaerts-Rueckwaerts-Fliegers mit mehreren Flugrichtungswechseln
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Unerwartet zeigte sich, dass der
Rueckwaertsflug nach Anbringung des weit ausladenden Fahrwerks mit
den Depron-Scheibenraedern richtungsstabiler als der Vorwaertsflug
ablaeuft: die 'geschleppten' Radscheiben wirken wie
Stabilisierungsfinnen. Hierdurch entstand mein
Internetforen-Signaturmotto
'Rueckwaerts fliegen geht besser als
Vorwaerts'.. :-))
Bis Ende August 2007 hat der
4D-Vorwaerts-Rueckwaertsflieger ca. 50 Starts ohne Beschaedigungen
der Flugzelle und Mechanik absolviert. Er fliegt nur in der
Startphase mit voller Motorleistung etwas wackelig, bei normaler
Flughoehen zwischen 10-30m und bei Windstille ist sein
Verhalten geradezu als gutmuetig zu bezeichnen. Durch den markanten
Leistungsüberschuss des KissKatz-Eigenbaus sind erstaunliche
Steigleistungen realsierbar. Wenn vor einem beabsichtigten
Flugrichtungswechsel das Flugzeug mit dem Wind fliegt, der Motor
ausgestellt wird und der 180Grad-Schwenk vollzogen wird, hebt der
Flieger nur kurz seine 'Nase' (Flaechenvorderseite in Flugrichtung)
an, um nach einem ca. 1 Sek. waehrenden Abschwung seinen Flug in
umgekehrter Richtung fortzusetzen. Bei Flugrichtungswechseln in
Flugrichtung gegen den Wind macht das Flugzeug einen Looping infolge
der staerkeren Auftriebskraefte und setzt dann in umgekehrter
Richtung seinen Flug fort.
Dies konnte auch auf der InterEx im September 2007 eindrucksvoll
vorgefuehrt werden, was mit der 'Querdenker'-Trophy gewuerdigt wurde:
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HDTV-Video vom
Vorwärts-Rückwärtsflug
auf der INTER-EX 2007 in Ostrach ***40MB***
(Camera: Jean Yves Martin
Video: Stephan Brehm)
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Die Pokalgewinner (v.l.n.r): Ralf Bendel ('Bester
Flug' - Horten 229),
Christian Huber ('Jugendlicher Erfindergeist' - 2,40m Shocky), Kurt Saupe
('Besondere Antriebe' - Ornithocopter Escalibri), ich ('Querdenker-Trophy' -
4D-Vorwärts- / Rückwärts - Flieger), Peter Haas ('Publikumsliebling',
Glücksdrache, 'Goldene Schaufel', Ufo-Hut), Allistair Foot ('Modellvielfalt'
- Gyrocopterflotte), Eric Langlois , Peter
Aringer (Ersatzpilot für Jean-Louis Augros, der krank geworden war),
Jean-Claude Boeuf, Jean-Pierre Guezennec ('Beste Idee' - Polyclub
International). Nicht auf dem Bild: Lutz Näkel ('Bester Bau' - Monocoupé,
Manfred Weßbecher ('Bestes Modell' - Weißkopf-Flugmaschine Nr. 21), Martin
Orth ('Extreme Leistung' - Hughes 500)
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APRIL 2007: TRICOPTER mit 3D-Schubvektorsteuerung
Die
mittlerweile sehr vielfaeltigen und durchweg positiven Erfahrungen
mit der 3D-Zugvektorsteuerung waren (und sind) Grundlage
fuer eine ganze Reihe neuer Modellbauideen, die einfach nur
umgesetzt werden wollen.
Neben gleitflugfaehigen Schwebeplattformen
mit Tragflaeche , Nurfluegelflugzeugen fuer den Vorwaerts- und Rueckwaertsflug
sowie konventionell ausgelegten Flugzellen mit Hauptfluegel und
Leitwerk befasste sich eine neue Idee mit dem 'Rotationsfluegler',
der als Tragschrauber mit 3D-Schubvektorsteuerung
entstehen sollte und der statt eines Leitwerkes ebenfalls über einen kleinen
Rotationsfluegel am Rumpfheck verfuegt und vorne von 2 grossen Rotationsfluegeln
getragen wird. Die Steuerung soll in bekannter Manier von
zwei um 90 Grad versetzt gekoppelten Low-Cost 7,5g-Servos uebernommen
werden (z. B. Koax-Heli-Servos von Eflite), wobei auf dem Ruderhorn des letzten Servos der Motortraeger
eines speziell hierfuer gebauten 9,5g - 9N- KissKatz-Brushlessmotors mit
340g Spitzen-Standschub an einem 6"-Prop (GWS 6030) Platz finden soll.
In Anlehnung an
bereits bekannte und beliebte Konstuktionen wie 'WHOPPER'
und 'TWIRL' entstand der TRICOPTER, der jedoch in seiner
vergleichsweise kleineren Auslegung mit 3 Rotoren als ruderloser Gyrocopter mit
3D-Zugvektorsteuerung eine absolute Novitaet darstellt.
Bei einer Spannweite von 950mm und einem Rohbaugewicht von 90g sollte
nach Einbau der RC-Komponenten (Steller YGE-8, Empfänger GWS-4, 3d
Servoeinheit 2 x E-Sky 7,5g und 2S-460mA-LiPo), des Motors und des Akkus ein Fluggewicht
von ca. 170g moeglich sein. Da die Schubvektorsteuerung mit einem Steuerwinkel
von 45 Grad (in alle Richtungen) arbeitet, darf mit spektakulaeren
Flugeigenschaften gerechnet werden. Erste Bilder des Rohbaus:
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Die drei 2,8g leichten Rotorblattaufnahmen
sind aus Alu gedreht und mit Doppelkugellager versehen. Die Rotoren
werden mit 3mm Polyamidschrauben in ebenfalls aus Alu gedrehten
2g leichten zylindrischen Rotorhaltern verschraubt. Diese feinmechanische
Loesung ermoeglicht einen nahezu spielfreien Blattlauf.
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Das obige Bild zeigt die
durch Photomontage eingefuegte 3D-Schubvektoreinheit , die sich z.
Zt. noch in Arbeit befindet, in der geplanten Einbauposition.
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Nach Fertigstellung der 3D-Schubvektoreinheit
stellte sich heraus, dass bei einer 45Grad - Auslenkung der Steuerservos
die 6" Luftschraube Kontakt mit den Rotorblaetern bekam. Da
das Fluggewicht mit einem 3S Lipo mittlerweile auf 190 Gramm gestiegen
war (4mm Aludraht - Motorhalterung, diverse Carbon-Verstaerkungen
usw.),
waere der Einbau einer passenden 5" Luftschraube nicht sinnvoll
gewesen, da hiermit nicht genügend Schubreserven mobilisiert werden
koennen. Deswegen wurde die 3D Einheit an
der Rumpfspitze zu platziert:
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Der Erstflug fand am 16. April
2007 statt. Auch der Tricopter schreibt ein kleines Stueck
Modellfluggeschichte, ist er doch der erste ruderlose Gyrocopter mit
3 Rotoren, der ausschliesslich ueber eine 3D - Zugvektorsteuerung
gesteuert wird.
Er
fliegt gutmuetig und stabil, ist sehr agil, bei Vollast sind Loopings und allerlei
'aerobatics' moeglich.
Um eine hoehere Stabilitaet
um die Querachse zu erreichen, wurden die Rotorblaetter des Heckrotors
um jeweils 2cm verlaengert, der Effekt eines stabileren
Flugverhaltens stellte sich umgehend ein.
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Video vom Erstflug des Tricopters mit 3D-Zugvektorsteuerung
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Im Rahmen der 'Modellpflege' wurden
weitere Verbesserungen vorgenommen:
Der kleine KissKatz-Eigenbau brachte zwar genuegend Spitzenschub,
war aber der Dauerbelastung durch das auf mittlerweile 210g
angewachsene Abfluggewicht nicht gewachsen und wurde gegen einen 10g
schwereren PowerSchnurzz - Eigenbau mit über 450g Spitzenschub
ersetzt. Der Motor laeuft an einem 7030er GWS-Prop meistens im
Teillastbereich (1/2 Gas) und verfuegt ueber genuegend
Leistungsreserven fuer alle moeglichen Aerobatics (gerissene Rollen,
kurzzeitige Rueckenlagen, Rueckwaertsloops, enge, sehr schnelle und
flache Horizontalspins).
Um die Flugeigenschaften bei Wind zu verbessern, wurde der
Heckrotor umgestaltet (Flaechenvergroesserung im Zentrum), wodurch
ein eigenstabileres Geradeausflug- und Langsamflugverhalten erzielt
werden konnte.
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Um die
Fluglagenerkennbarkeit bei Entfernungen von mehr als 50m zu
verbessern, wurde der Tricopter komplett in schwarz
eingefaerbt.
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Januar 2008: Bau eines in allen
Ebenen steuerbaren Rotationsflugkoerpers oder:
Schwebeplattform - einmal anders
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Peter Haas zeigte bereits auf der
INTER-EX 2007 in Ostrach seinen Spass-Hut 'ASCOT', bei dem er einen
'FUN-HOVER' mit 4 Buerstenmotoren von seinem Strohut startend
aufsteigen liess. Auf die mehrachsige Steuerbarkeit eines solchen
Rotationsflugkoerpers angesprochen, laechelte Peter und
sagte:'...keine Chance..!'
Tatsaechlich gab es bis dato keinen rotierenden Flugkoerper, der
ueber mehr als eine Achse (rauf - runter) haette gesteuert werden
koennen. Wohl Gibt es eine ganze Reihe von 'Fliegenden Untertassen',
wobei sich aber nicht der Flugkoerper, sondern nur der Rotor dreht,
und die mehrachsige Steuerbarkeit ueber Ruderklappen am starren
Flugkoerper realisiert wurde.
Was also muss an konstruktiven
Loesungen gefunden werden, um einen Rotationsfluegel mit 6 Blaettern
in allen Ebenen steuerbar zu machen?
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Im Oktober 2007 wurde im Internet solch ein 'FUN-HOVER' als
RC- 'Imperial-UFO' angeboten, welches als senkrechtstartender
Rotationsflugkoerper mit 73cm Spannweite und einem Fluggewicht
von ca. 220g dem von P. Haas verwendeten Rotorflieger
entsprach.
Es bestand aus einem Rotor mit 6 Fluegeln aus Hartschaum, an 2
gegenüberliegenden Fluegeln waren insgesamt 2 Buerstenmotore
angebracht, in der kegelfoermigen Rotornabe befand sich neben einer
Empfaenger/Drehzahlreglerplatine ein 200mA NiMh Akku zur
Stromversorgung.
Nachdem solch ein Teil fuer ca. 30 Euro beschafft war, zeigte es
recht bald seine begrenzte Einsatzfaehigkeit: Neben der viel zu
kurzen Flugzeit (max. 3 Min.) bestand -wie bereits bekannt- nur die
Moeglichkeit, in einer Achsenebene zu steuern (rauf - runter).
Aus diesen Einschraenkungen und den gemachten Erfahrungen entstand
die Idee eines in allen Ebenen steuerbaren ROTARY-HOVER ,
eines Rotationsfluegels mit der bereits vielfach erprobten 3D
- Zugvektorsteuerung.
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Fuer Versuchszwecke wurden 3 weitere 'FUN
HOVER' beschafft und zunaechst ein Rotations fluegel aufgebaut,
dessen Buersten-Antriebe gegen 2 kleine Robbe-ROXXY Mini-BL-Motoren
mit jeweils 12g Gewicht ausgetauscht wurde. An Stelle der
originalen Empfaenger/Reglerplatine wurde ein 4-Kanal-Graupner
Pico-Empfaenger sowie 2 kleine GOHFLY - PULSAR 6A BL-Regler
verbaut. Die Hartschaum-Rotornabe wurde mit Hilfe eines
Spruehdosendeckels um 5cm erhoeht, wodurch fuer die Stromversorgung
2 Lipos 3S-200mA von AHA untergebracht werden konnten.
Insgesamt war der Rotor jetzt um ca. 30g leichter geworden.
In Verbindung mit 2 Dreiblatt-Druckluftschrauben von ACME, mit
denen jeder Motor einen Schub von 160g realisieren konnte, war der 'FUN
HOVER' jetzt wesentlich zuegiger unterwegs, die Steigleistung hatte
sich verdoppelt, die Flugzeit betrug jetzt ca. 4 Minuten.
Von vorneherein war klar, dass sich an der eindimensionalen
Steuerbarkeit durch den Umbau nichts aendern wuerde. Jedoch war das
Geraet jetzt wesentlich agiler und tragfaehiger geworden und bot
beste Voraussetzungen fuer einen Ausbau zum ' ROTARY HOVER ', einem
Rotationsfluegler mit 3D-Zugvektor-Steuerungsmodul.
Dies wurde durch eine stativaehnliche Plattform mit 4 Standfuessen
und einer 3D-Zugvektoreinheit realisiert.
Der Plattformaufbau aus 3mm CFK-Rohr traegt vorne eine
3D-Steuereinheit, bestehend aus einem modifizierten, 9g leichten
GOHFLY GF A 1818, im Dreieck verschalteten
schnellaufenden BL-Aussenlaeufer, bestueckt mit einer ebenfalls
modifizierten 4" -GWS- Luftschraube, sowie einem YGE4-Regler
und einem 3S-200mA-LiPo von AHA. Gesteuert wird ueber einen
kleinen leichten 5-Kanal-Empfaenger von SPITZ, da die
Drehzahlregelung des BL-Motors ueber einen Schieberegler auf dem 5.
genutzten Kanal realisiert werden sollte. Auf den Kanaelen 1-4
sollten die Rechts-Links-Hoch-Tief-Funktionen liegen, welche
von 2 HYPE IQ80-Microservos uebernommen werden sollten, mit
denen der kleine BL-Motor verbunden war.
Die Hauptschwierigkeit bestand nun darin, das 3D-Start/Landegestell
so mit der Hartschaum-Nabe des Rotors zu verbinden, dass die
Drehachse des Plattformgestells absolut mittig, frei und
unbeeinflusst von unerwuenschten Kraftmomenten in der Nabe
laeuft.
Hierfuer wurden 2 Alu-Lagersitze gedreht und 8x5x3mm
Kugellager aus dem Heli-Bereich eingepresst. Auf einer
ausgewinkelten Helling wurden die Lagersitze in der Nabe mit einer
'Hilfswelle' ausgerichtet und in die Nabe eingeklebt.
Die CFK-'Hilfswelle' wurde mit duennen Beilagscheiben zwischen den
Lagern der Nabe achsial-spielfrei ausdistanziert und durch
CFK-Splinte gesichert. Danach konnte die 3D-Steuerplattform mit der
freilaufenden Welle zentriert verklebt werden.
Erste Funktionstests verliefen
vielversprechend: Die 3D-Vektoreinheit funktionierte
erwartungsgemaess, der Rotor entwickelte genuegend Tragkraft fuer
das gesamte Fluggeraet.
Leider zeigten sich die
Schaumfluegel (Hartschaum mit Schrumpffolienueberzug) der erhoehten
Belastung durch die hoehere Rotordrehzahl und das ca. 50% hoehere
Abfluggewicht nicht gewachsen: In der Aufstiegsphase fingen einzelne
Rotorblaetter an zu 'flattern' , das Fluggeraet musste
gelandet werden, um groessere Schaeden zu vermeiden.
Um die Funktionalitaet des
Konzeptes zu bestaetigen, soll
daher ein groesserer ' ROTARY HOVER ' in DEPRON - CFK-Bauweise
erstellt werden unter Verwendung aehnlicher Komponenten: Ein '
ROTARY HOVER ' mit geringerer Flaechenbelastung, groesserer
Spannweite (ca. 120cm), breiteren Rotorblaettern und erheblich
verlangsamter Rotordrehzahl ('Langsamlaeufer').
Schaun 'mer mal...
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Februar 2008: Fertigstellung des SEXTACOPTERS
Ein seit laengerer Zeit in Arbeit befindliches
Projekt konnte Mitte Februar fertiggestellt werden, nachdem bei EBAY genuegend
Rotoren von defekte RC-Ufos erstanden worden waren.
Der SEXTACOPTER ist ein Gyrocopter mit
3D-Zugvektorsteuerung und 6 gleichdrehenden, doppelt kugelgelagerten
EPP-Leichtrotoren (je 12g). Die Rotoren entstammen diversen VECTRON - Ultralite
RC-UFOS. Das Abfluggewicht liegt bei kritischen 270g, es muss sich erst noch
zeigen, ob der ganz aus gebogenen Carbonstreben gebaute Flieger in dieser Form
ueberhaupt vom Boden abhebt. Falls nicht, erhaelt jeder Rotor einen die
Rotorflaeche vergroessernden 'Venusring' von 3,5cm Durchmesser.
Um die Fluglagenstabilitaet zu staerken, wurden die vorderen und
hinteren Rotoren mit unterschiedlichen Anstellwinkeln verbaut, ebenso erhielt
die hintere Rotortraegertraverse eine negative V-Form.
Erste Roll- und Startversuche folgen, sobald es
das Wetter zulaesst.
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